In diesem Jahr werden in der Schweiz erstmals mehr Lehrstellen angeboten als es überhaupt Jugendliche gibt, die diese antreten könnten. Diese Information bestätigt das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT). Demnach sind etwa 81.000 Positionen offen, doch nur 77.000 Jugendliche suchen nach einer Lehrstelle. Im April waren noch 20.000 Lehrstellen nicht vergeben. Die Anzahl der zu vergebenen Lehrstellen ist im Vergleich mit dem Vorjahr um 5000 Positionen angestiegen. Dennoch finden nicht alle Jugendliche, die auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, eine geeignete Position. Denn während verschiedene Berufsfelder stark nachgefragt werden, können sich die künftigen Auszubildenden für andere Jobzweige kaum begeistern.
Die Situation in der Gesamt-Schweiz sei nicht zufriedenstellend, erläutert deshalb BBT-Direktorin Ursula Renold: “Vor acht Jahren mussten wir die Betriebe dazu bringen, junge Leute auszubilden. Jetzt ist die Situation umgekehrt und das bereitet uns grosse Sorgen.” Denn durch das Überangebot an Lehrstellen werde es immer schwieriger werden, anspruchsvolle Lehrstellen zu besetzen. In zentralen Bereichen der Wirtschaft drohe deshalb Mangel, da die Jugendlichen ausreichend Alternativangebote hätten.
Ein passendes Beispiel liefert der Kanton Luzern. Die hiesige Dienststelle Berufs- und Weiterbildung meldet, es gebe noch immer 573 offene Lehrstellen zu besetzen. Besonders große Vakanzen habe die Metall- und Maschinenindustrie, während die Betriebe der Bereiche Gesundheit, kaufmännischer Handel und Detailhandel die Nachfrage nicht decken könnten. Die Situation im gesamten Land entspricht der Lage in der Schweiz. Der Trend wird sich in den kommenden Jahren weiter verschlechtern, fürchtet das BBT, denn durch die “Demographie-Delle” strömen immer weniger junge Leute auf den Lehrstellenmarkt.
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Super, dass hier regelmaessig soviel geschrieben wird.