Ruf im Internet
Ein guter Ruf im Internet wird immer wichtiger. Eine 2010 veröffentlichte Studie von Microsoft zur Online Reputation (Internet-Ruf) hat gezeigt, dass bereits über ein sechstel der Personalverantwortlichen Bewerber aufgrund im Internet gefundener Daten abgelehnt haben. Und was hier für Deutschland gilt, wird in der Schweiz auch nicht gross anders sein.
Inhaltsverzeichnis “Ruf im Internet”
- Einige Fakten aus der Studie
- Richtig im Netz unterwegs
- Sich selbst suchen
- Regelmässige Überprüfung
- Das Vorzeigeschild auf Xing
- Das Privatleben auf Facebook
- Datenschutzeinstellungen
- Präventions-Tipps
- Besser anonym
- Löschung von Inhalten
Einige Fakten aus der Studie
In Deutschland prüfen nur 6% der Befragten Personalverantwortlichen keine Daten von Kandidaten. Ganze 59% überprüfen aber meistens bis immer den Bewerber im Internet.
Das Problem ist, dass gleichzeitig nur weniger als die Hälfte der Internetnutzer auf ihren Ruf im Netz achten. Meist vergessen Sie dies ganz, wenn sie Inhalte wie Bilder oder Texte ins Internet stellen. Viele sind sich auch nicht bewusst, dass bereits viele Arbeitgeber die Bewerber überprüfen. Dazu verwenden in Deutschland 92% Suchmaschinen und/oder 67% Soziale Netzwerke (Facebook & Co.) zur Überprüfung eines Kandidaten. Auch andere Quellen werden, wenn auch nicht von so vielen, genutzt.
Übrigends: nur 36% der Arbeitgeber informieren den Bewerber, wenn er wegen dem Online-Ruf abgelehnt wurde!
Richtig im Netz unterwegs
Bei der Studie stellte sich raus, dass rund 71% der deutschen Personalmitarbeiter glauben, dass ein positives Online-Profil die Chancen einer Bewerbung stark oder zu einem gewissen Grad erhöhen kann.
Deshalb wollen wir Ihnen hier zeigen, auf was Sie achten müssen und wie Ihr Online-Profil “bewerbungstauglich” wird.
Das stört im Web
Die Arbeitgeber stören sich vorallem, wenn Sie folgendes über die Bewerber finden:
- Unangemessene Kommentare oder Texte des Kandidaten
- Unpassende Fotos, Videos oder sonstige Informationen
- Bedenken bezüglich Lebenswandel des Kandidaten
- Entdeckung, dass Angaben in den Bewerbungen falsch sind
- Gruppen/Netzwerke, bei denen der Kandidat Mitglied ist
- u.s.w.
Zuerst Nachdenken
Bevor Sie etwas im Internet veröffentlichen gilt ganz klar: nachdenken!
Häufig ist es schwierig bis unmöglich, Informationen die man selbst veröffentlich hat wieder aus dem Netz zu löschen.
Überlegen Sie es sich also gut, bevor sie das nächste Partyfotos hochladen oder bei Facebook schreiben “Mein Boss war so ein Mistkerl” – das könnte schnell mal zum Verhängnis werden.
Sich selbst suchen
Viele Firmen suchen mit Suchmaschinen nach Informationen zu Ihren Bewerbern. Machen Sie doch das selbe und zwar vor dem Absenden der Bewerbungen. Suchen Sie bei den grössten Suchmaschinen Google, Yahoo und Bing nach Informationen über sich selbst.
Tipp: Fügen Sie vor und nach dem Namen Anführungszeichen hinzu, z.B. “Max Mustermann” – dies verbessert meist die Resultate der Suche.
Wahrscheinlich werden sich Personensuschmaschinen wie 123people und yasni auf den ersten Positionen befinden. Dort sollten Sie ebenfalls überprüfen, was über Sie zu finden ist.
Wenn Sie etwas finden, dass Ihnen nicht passt, löschen Sie die Inhalte. Mehr dazu ganz unten…
Tipp: Eine regelmässige Überprüfung ist sicher keine schlechte Sache.
Regelmässige Überprüfung
Eine regelmässige Überprüfung Ihres Namens mit Suchmaschinen (siehe oben) ist sehr wichtig. Vielleicht kommt irgend ein genialer “Freund” auf die Idee ein Facebook-Profil unter Ihrem Namen anzulegen (mehr dazu unter Präventions-Tipps) bei welchem er peinliche Fotos von Ihnen hochläd. Dies könnte sehr hinderlich bei der Stellensuche sein. Auch finden Sie teilweise nicht alle Informationen über sich auf Anhieb mit den Suchmaschinen.
Deshalb empfehlen wir das Angebot von Ruflotse - dieser Dienst überprüft regelmässig das Internet, ob er Daten über Sie finden kann. Sollte er etwas finden, werden Sie informiert und können auch gleich Ruflotse den Auftrag geben, diese Daten zu löschen.
Mehr Infos erfahren Sie hier… (Tipp: Video oben rechts auf der Seite ansehen)
Das Vorzeigeschild auf Xing
Die Kontakt-Plattform Xing eignet sich bestens zum Pflegen von beruflichen Kontakten, da diese Community extra für diesen Zweck verwirklicht wurde. Auf Xing haben Sie im vergleich zu Facebook die Möglichkeit, sich beruflich seriös im Web zu präsentieren.
Dies ist natürlich kein Muss aber wird wahrscheinlich einen guten (bzw. im Vergleich zu Facebook besseren) Eindruck bei Ihrem zukünftigen Arbeitgeber hinterlassen.
Das Privatleben auf Facebook
Zum Pflegen von beruflichen Kontakten eignet sich Facebook nicht wirklich. Hier empfehlen wir Xing (siehe oben). Wenn Sie ein Facebook-Profil für die Pflege von privaten Kontakten haben wollen sollten sie drei Dinge beachten:
- Alles beseitigen, das stört im Web
- Zuerst Nachdenken bevor Sie etwas veröffentlichen
- Datenschutzeinstellungen richtig einstellen
Dann ist auch ein Profil bei Facebook, Myspace u.s.w. gar kein Problem.
Tipp: Unter einem anderen Namen auf Facebook zu sein ist ja auch kein Problem. Mehr…
Datenschutzeinstellungen
Die richtigen Datenschutzeinstellungen bei einem Profil bei Facebook, Myspace, Xing u.s.w. sind sehr wichtig. Sie schützen dich nicht nur davor, dass dich dein zukünftiger Arbeitgeber durchleuchten kann sondern auch von Menschen, die nichts gutes im Sinn haben. Und eine gewisse Privatsphäre ist auch im Internet wichtig.
Bei den sozialen Netzwerken gibt es verschiedene Möglichkeiten, die meisten Informationen nur für den Freundeskreis zugänglich zu machen. Wir empfehlen die Datenschutzeinstellungen so zu wählen, dass alles möglichst “privat” beleibt und nicht für jeden zugänglich ist.
Tipp: Achten Sie aber auch beim akzeptieren von Freunden darauf, dass Sie nur solche akzeptieren, die Sie auch kennen. Vielleicht ist die Person hinter dem Profil mit der hüpsche Blondine auf dem Foto auch ein Mann. Oder vielleicht ist dies Ihre nächste Personalchefin.
Präventions-Tipps
Prävention, also Vorbeugung, ist immer eine gute Sache und schadet nicht.
Auch wenn Sie glauben, dass keine Informationen über Sie im Netz sind; kontrollieren Sie es dennoch mit Suchmaschinen.
Sollten Sie kein Facebook-Profil haben, könnten Sie eines erstellen. Denn: lieber ein echtes Profil mit wenigen, unbedenklichen Informationen als ein gefälschtes. Natürlich ist dieser Entscheid ganz Ihnen überlassen.
Besser anonym
Wenn Sie sich in einem Forum oder Netzwerk registrieren, können Sie ganz einfach ein Nicknamen bzw. Pseudonym wählen anstatt MaxMustermann81.
Eine Internetidentität, die nicht mit Ihnen in Verbindung gebracht werden kann, empfiehlt sich zum surfen im Netz. Somit müssen Sie auch keine Angst vor Absagen haben, wenn Sie Ihre politische Meinung unter einem Nichnamen im Internet veröffentlichen.
Tipp: Beachten Sie aber, dass Sie sich dann nicht selbst durch Ihre echte Mailadresse maxmustermann81@blabla.ch verraten. Registrieren Sie sich lieber bei Yahoo, Gmail oder Hotmail eine anonyme Mailadresse für Ihre “Internetidentität”.
Beachten Sie jedoch, dass Sie bei Anmeldungen, bei welchen Sie verpflichtet sind, Ihre richtigen Daten einzugeben (z.B. beim Online-Shopping) dies auch tun müssen und Flaschangaben unter Umständen strafbar sind.
Löschung von Inhalten
Sollten Sie beim suchen nach sich selbst Inhalte im Internet gefunden haben, die Ihnen nicht gefallen, löschen sie diese am besten sofort. Es geht eine Weile (meist einige Tage), bis dieser Inhalt dann auch nicht mehr bei den Suchergebnissen der Suchmaschinen erscheint.
Falls Sie die Texte oder Fotos nicht selbst entfernen können, nehmen Sie Kontakt mit dem Webmaster auf und fordern die Löschung an.
Tipp: Ruflotse kümmert sich um die Löschung von ungewünschten Inhalten, wenn Sie das wollen.

